2009/11/26
Vorgestern haben wir uns dann die beiden Gletscher, den Franz Josef und den Fox, angesehen. Beide Gletscher legen taeglich eine Strecke von ca. 1 m taeglich zurueck und sind zur Zeit die einzigen wachsenden Gletscher der Erde. Auf jeden Fall waren die Eismassen schon gewaltig und wirklich beeindruckend. Gestern ging es dann nach Wanaka, wo wir uns erst durch einen 3D-Irrgarten gewurschtelt haben und anschliessend gings ins coolste Kino der Welt, das Cinema Paradiso, wo 2012 lief. Das Kino war beeindruckender als der Film, es war mit Sofas, Sesseln und Autos ausgestattet, die nicht nur unheimlich bequem waren, sondern auch ein tolle Atmosphaere gezaubert haben. Zwischendurch haben wir noch Landschaftsbilder gemacht. Und heute ging es nach Queenstown.

Franz Josef Gletscher

Mathesons Lake

Lake Raka...nuna was weis ich? Schau ich noch mal auf der Karte nach

Auf dem Weg zum Rob Roy Glacier Walk am Mt. Aspering
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Verfasst von fabianbadersbach
2009/11/23
Letzten Donnerstag sind wir mit der Interislander von Wellington nach Picton gefahren und haben die erste Nacht in Kaikoura (Ostkueste) verbracht. Kaikoura ist fuer seine Seehundkolonie bekannt und fuer einen Wanderweg entlang der Kueste. Der Weg war ganz nett und die Seehunde lagen dort zu Hunderten in der Sonne und haben sich gefragt, warum sie so oft fotographiert werden, naja und sie stinken ziemlich stark. Am naechsten Tag sind wir in die Mitte der Suedinsel in den kleinen Ort Hanmer Springs gefahren, wo wir eine laengere und eine kuerzere Wanderung gemacht haben und ausserdem konnte ich Kerstin im Minigolf und Kickern schlagen. Das fuehrte dazu, dass ich am naechsten Tag nicht abwaschen und kochen musste. (Wenn wir Tischtennis spielen sieht es schlechter fuer mich aus, da sie seit 25 Jahren Tischtennis als Leistungssport betreibt, selbst wenn sie mit links spielt.) Nach Hanmar Springs gings rueber an die Westkueste nach Greymouth und von dort sind wir gerade Richtung Franz Josef unterwegs, vorhin waren wir in einer wieder aufgebauten Gold-Schuerferstadt und ich habe mein erstes Gold erschuerft. In den naechsten Tagen gehts auf einen der beiden Gletscher, aber genaues haben wir noch nicht geplant.

Einfahrt in den Marlborough-Sound

Ein Blick ueber Hanmer Springs

Die beruehmten Pfannenkuchen-Felsen

Die Finanzierung des 1.-Klasse-Rueckflugs gestaltete schwieriger als gedacht...

...und der schnelle Weg endete anders als geplant.
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Verfasst von fabianbadersbach
2009/11/17
Da nicht der Eindruck entstehen soll in Neuseeland ist alles Friede Freude Eierkuchen, hier mal ein kleiner Bericht ueber die hiessigen Muecken bzw. Sandflies.
Es gibt eigentlich kaum noch Muecken in Neusseeland, zumindest hab ich noch keine gesehen. Vielleicht sind sie hier eine vom aussterben bedrohte Art und man sollte sie schuetzen, vermutlich findet sich aber dafuer keine Mehrheit. Nein hier in Neusseland lebt quasi die naechste Evolutionsstufe der Muecke, die Sandfly. Kleiner, leiser, aggressiver und mit Abpumpwerken der neusten Generation ausgestattet. Waehrend man die handelsueblich Muecke noch hoert ist die Sandfly lautlos, man spuert nicht wie sie landet und da sie kleiner ist, sieht sie bei weitem nicht so bedrohlich aus, man denkt fast „Nein-wie-suess“. Weit gefehlt, wenn sie einen erwischt hat, dann juck dieser Stich wie der Teufel und man kann ihn nach zwei Wochen immer noch sehen. Das einzige was einen halbwegs retten kann, ist der Moment wenn sie zusticht, das spuert man und dann muss man schnell genug und ohne ruecksicht auf Verlust, beherzt zuschlagen. Was uebrig bleibt ist ein ueberraschend grosser Blutfleck und wenn man schnell genug war bleibt nur der Stich und nicht das Jucken. Aber meistens hat man keine Chance und so bleibt einem nichts anders uebrig als protektionistisch aufzuruesten mit Fliegenetzen und chemischen Abwehrstoffen.
Also freue ich mich schon wieder darauf zu Hause zu sein, dort wo man noch ein Chance hat gegen die Biester der Nacht.
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Verfasst von fabianbadersbach
2009/11/15
Und auch die letzten Tage haben wir wieder intesiv genutzt, sind ein bisschen Auto gefahren und selbstverstaendlich gewandert. Einen Abend der letzten Woche habe ich mir einen Maori Kultur Abend angesehen, mit einer kleinen Einfuerhung in die Kultur der Maoris, die Gesaenge und Taenze und natuerlich das Essen. Es war wirklich interessant, aber auch sehr touristisch ausgelegt. Natuerlich haben wir den Haka, den Kriegstanz der Mauri gesehen und noch einige andere Taenze. Leider war es schneller vorbei als gedacht und man ist doch einbisschen durch gefercht worden.

Maori Abend - erschreckend gut.
Am Tag danach sind wir zum Tongariro National Park gefahren, ein Vulkan Park mit drei Vulkanen, wovon zwei aktiv sind und deren Ausbruch eigentlich schon seit 6 Jahren ueberfaellig ist. Einer dieser ist sehr schoen geformt und sieht genauso aus, wie man sich einen Vulkan sich vorstellt. Daher hat er als der Schicksalberg im Herrn der Ringe im Hintergrund mit gespielt. Man kann einen schoenen Wanderweg zwischen den Vulkanen herlaufen, der an der hoechsten Stelle 1900m erreicht und einem einen tollen Ausblick auf die Berge geben soll. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und wir hatten eisigen Wind (50 km/h) und Nebel, so das der Mt Ngauruhoe nicht zushenen war. Der Anstieg war trotzdem gut und es hat Spass gemacht die 19,4 km lange Strecke zu wandern. Ausserdem wurde spaeter die Sicht besser und es sind ein paar tolle Fotos entstanden. So hart wie der Cape Brett Walk war es jedoch nicht, aber auch nicht ohne.
Eingentlich wollten wir morgen eine drei Tages-Wanderung am Berg Taranaki starten, ein anderer Vulkan im Westen der Nordinsel, aber das Wetter macht die Wanderung wahrschein zu gefaehrlich und dann werden wir es wohl auf eine Tageswanderung um planen und irgendwas anderes machen.

Der Wind hat das Wasser auf der einen Seite der Pflanzen gefrieren lassen und die Sicht war auch nicht sehr weit.

Selbst an den Steinen wurde es recht kuehl

Dann konnte man Mordor sehen.

Blick in den Krater und links in den Wolken ist die Spitze vom Schicksalsberg
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Verfasst von fabianbadersbach
2009/11/10
In den letzten Tagen haben wir wieder einiges an Programm hinter uns gebracht. Nach dem Cape Brett Walk waren wir relativ erschoepft und haben einen laengeren Fahr-Tag gemacht, um die Kueste zu wechseln. Hierbei sind wir durch die Kauri Waelder gefahren und ich habe die Riesen des Waldes bewundern koennen. Der aelteste ist glaube ich so um die 2000 Jahre alt und sieht sehr beeindruckend aus. Abends auf dem Camping-Platz haben wir eine Nachtwanderung gemacht. In der Hoffung ein paar Kiwis (die Voegel – nicht die Frucht) zu sehen haben wir uns bei Nieselregen mit einer 12-koepfigen Rentnergruppe durch den Wald geschlagen. Leider waren wir so laut wie ein D-Zug und wir haben nur einen Kiwi gesehen, den ich leider nicht gesehen habe, weil ein aelters Ehepaar sich einfach schamlos vorgedraengelt hat und dann so laut war, dass der Kiwi weggelaufen ist (Kiwis koennen nicht fliegen). Naja die Gelegenheit kommt bestimmt nochmal. Dafuer habe ich einen richtig grossen Aal gesehen so um die 80 cm. Am naechsten Tag sind wir dann nach Auckland gefahren, haben den Wagen verlaengert uns sind noch bis nach Whakatane weiter gefahren, von wo wir am naechsten Tag zum White Island gefahren sind.

Der aelteste Kauri Baum

Die vier Schwestern
White Island ist der einzige aktive Vulkan im Meer in Neuseeland und liegt ca. 60 km vor der Kueste. Nach einer schoenen Bootsfahrt mit Begruessungsgetraenk haben wir uns mit Helm und Gasmasken ausgestattet auf die Vulkan Insel begeben. Es ist wirklich faszienierend wie der Boden brodelt und man tierisch warme Fuesse bekommt, weil alles von dem Vulkan erwaermt wird. Ueberall kommt Qualm aus der Erde und es stinkt nach Schwefel. Toll ist auch der gruene Vulkansee, der von Rauch ueberzogen ist und wenn eine Boehe kommt, bekommt man einen super Blick ueber den 80 Grad heissen See. Der letzte Ausbruch war 2000 und vorher war der See lila, nach dem Ausbruch war er fuer drei Jahre verschwunden und hat sich dann wieder mit Regenwasser gefuellt.
Gestern Abend sind wir dann nach Rotorua gefahren und heute abend sehe ich mir eine Maori-Kultur-Vorstellung mit Abendessen an, vorher gehen wir noch ein wenig wandern und schledern durch die Touri-Stadt. Morgen geht es dann Richtung Mt. Doom (aus Herrn der Ringe).

Schwefelsulfat

Auf dem brodelden Vulkan

White Island Vulkan

typische Szenerie

Der Vulkansee
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Verfasst von fabianbadersbach
2009/11/07
Ich habe mich wirklich lange gefragt nach wem sie den Cape Brett Walk benannt haben, jetzt bin ich mir sicher, dass es nicht Brett Pitt ist, sondern Brett „The Hitman“ Hart ist, weil dieser Wanderweg ist wirklich hart. Es geht die ganze Zeit bergauf und bergab, es gibt keinen ausgebauten Weg, man laeuft uebr Stock und Stein und die Steigungen sind wirklich der Wahnsinn, teilweise haben wir 150m Hohenmeter in 200m Vertikale zurruecklegen muessen. Der gesamte Weg ist 20km hin und wieder zuerueck, jeweils ein Tagesmarsch von ca. 7 – 8 Stunden. Abends haben wir in einer kleinen Huette am Cape Brett uebernachtet und sind nach einem kleinen Fruestueck wieder zurueck. Was diesen Weg aber so grossartig macht sind die fabelhaften Aussichten, die man von hier ueber die Bay of Islands hat.
Das schockierenste war aber als wir nach 5 Stunden auf dem Hinweg, voellig ausser Atem zwei Joggern begegnet sind, die wohl den Weg als Trainingsstecke fuer einen Extrem-Marathon nutzen. GLuecklicherweise hatten wir super Wetter und ein tollen Sonnenuntergang (mit Bier). Traurig ist, dass ich unterwegs irgendwo meinen Hut verloren habe und ihn auf dem Rueckweg nicht wieder gefunden habe. Von nun an gibt es keine Fotos mehr mit meinem Hut und ob ich adequaten Ersatz finde weiss ich nicht.

Die Bay of Islands

Cape Brett - Nach einem endlosen Fussmarsch ist dieses Foto entstanden.

Nochmal die Bay of Islands

Der Cape Brett Walk im Hintergrund von rechts nach links ueber die Bergspitzen.
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Verfasst von fabianbadersbach
2009/11/04
Mittlerweile bin ich auch schon drei Tagen mit Kerstin unterwegs und sie hat sich nicht als maennermordender Vamp herausgestellt, sondern ist immer noch sympathisch. Gestern sind wir den Mt. Manaia hoch gelaufen, eine 1,5 Stunden lange Wanderung, die wirklich taff ist. Es geht ueber Wurzeln und Baeche und kleine Felsen und es ist die ganze Zeit ziemlich steil. Am Ende wird man aber mit einer wirklich tollen Aussicht ueber die vielen kleinen Inseln an der Nordspitze belohnt und man kann sogar eine Oelraffinerie sehen, mit eigenem Hafen. Kerstin fand das zwar nicht so toll, aber mein BWLer-Logistiker-Herz fands interessant.
Ich befinde mich uebrings noerdlich von Auckland und wir fahren mit unserem weissen Madza den Ocean Drive rund herum, zur Zeit an der Ostkueste. Es gibt hier wirklich wahnsinnige Aussichten und super tolle Straende, es ist bei weitem nicht so ueberlaufen wie Australien und es ist alles so nah bei einander. Ausserdem ist es zum Autofahren wirklich einmalig, schoene kurvige Strassen entlang der Kueste mit besagten Buchten und Straenden, traumhaft schoen (am meisten sagen wir Ohhh oder Ohhhoo).
Morgen frueh begeben wir uns auf eine 40km Zwei-Tageswanderung zum Leuchtturm auf Cape Brett, ich bin gespannt wie es wird. Fotos gibt es die Tage wieder, man kann sie hier leider nicht hochladen.
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Verfasst von fabianbadersbach
2009/11/02
Gestern bin ich morgens um 10:00 in Sydney gestartet, drei Stunden gefolgen und zwei Stunden spaeter angekommen. Die Zeitverschiebung ist echt der Wahnsinn. Auf dem Rueckflug wird es wohl noch kurioser, um 13:00 losfliegen und nach neun Stunden um 17:00 ankommen, also neun in vier Stunden zurueckgelegt. Ist schon kompliziert, naja zum Glueck Reise ich nicht durch die Zeit, das ist noch viel verwirrender, weiss zumindest derjenige, der entsprechenden Passagen im „Anhalter druch die Galaxis“ gelesen hat.
Aber das bringt mich dirket auf meine Art und Weise der Weiterreise, nein nicht per Anhalter, sondern mit Fremden die mir Schkoloade angeboten haben. Okay nicht ganz, es waren Bagel und Kaese. Heute morgen habe ich eine nette deutsche Physiotherapeutin (31) kennengelern, die ebenfalls gestern in Auckland angekommen ist und keine Lust auf Busfahren hat. Gemeinsam werden wir in der naechsten Woche den Norden Neuseelands im Auto erkunden. Ob wir danache zusammen Weiterreisen werden wir dann entscheiden. Ich bin gespannt wie es wird. Zumindest werde ich mich in absehbarer Zeit auf der linke Seite der Strasse erproben. Sie ist uebrings am Samstag von Hawai gekommen und hat auf Grund der oben beschrieben Problematik Halloween 2009 nicht erlebt. Und so ganz unbekannt ist sie mir auch nicht mehr, da wir fuer ungefaehr vier Stunden unsere Lebensgeschichten, Interessen, Hobbies und Weltansichten ausgetauscht haben. Nachher gehen wir noch ein Bier trinken und morgen frueh geht es los.
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Verfasst von fabianbadersbach
2009/10/31
Ja, noch ein paar Stunden und dann sitze ich im Flieger gen Osten nach Neuseeland und mein Australienenbesuch ist vorbei. Es somit an der Zeit einen kleinen Blick zurueck zu werfen.
Im grossen und ganzen war es eine wunderbare, angenehme und unkomplizierte Zeit. Ich habe unheimlich viele nette Menschen getroffen, sehr viele schoene Orte gesehen und einige unvergessliche Momente gehabt. Ausserdem bin ich so lange Busgefahren wie noch nie, hab meinen Privatsphaere auf einen sehr sehr kleinen Raum begrenzt und halte Nudeln mit Pesto fuer das ultimative Backpacker essen. Von den 13 verschiednen Biersorten die mir begegenet sind waren 3 gut, 7 akzeptable und 3 ein Grund die Kneipe zu wechseln. Waehrend der Wartezeiten habe ich 12 Buecher gelesen, alle bis auf eins Second Hand (Der Reisefuehrer ist natuerlich nicht in dieser Aufzaehlung enthalten) und 3.387 Fotos gemacht (bis jetzt).
Weiterhin habe ich eine grobe Ahnung wie Rugby funktioniert, aber nicht was diesen Sport so populaer macht. Ich habe die wirklich wichtigen Orte besucht und Kangaroos inkl Joey, Koalas und giftige Spinnen in der Wildnis gesehen und Haie, Krokodile und Schlangen im Zoo. Was mir fehlt ist das Schnabeltier, aber gut ich muss mir ja auch noch etwas fuer meine zweite Australienreise aufbewahren. Natuerlich werde ich ein weiteresmal dieses wirklich faszinierende Land besuchen, denn mir fehlt noch die komplette Westkueste von Perth bis nach Darwin und natuerlich Tasmanien. Aber nicht mehr in diesem Jahr und vielleicht auch nicht als Backpacker, aber wer weiss was die Zukunft bringt. Es bleibt spannend und morgen geht es in Neuseeland weiter.

Eine Australien-Wolke in Australien, Sachen gibts...
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Verfasst von fabianbadersbach